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Weltkarte aus Kräutern

Tierleid und klimaerwährmung - wie passt das zusammen?

Die Einhaltung von hohen Tierwohlstandards und die Reduktion des Konsums tierischer Produkte hilft den Tieren, dem Klima und der Umwelt.

Die Produktion von tierischen Lebensmitteln verbraucht Unmengen an Ressourcen und verschmutzt Wasser und Atmosphäre. Insbesondere die grossen Treibhausgasemissionen der Tierindustrie und die Rodung riesiger Waldflächen für die Produktion von Futtermitteln sind massgeblich für den Klimawandel mitverantwortlich.

In der heutigen industrialisierten Landwirtschaft wird eine immer günstigere und effizientere Produktion angestrebt. Das Tierwohl bleibt dabei auf der Strecke. Die Tiere werden auf engstem Raum gehalten und haben kaum Platz, um natürliche Verhaltensweisen auszuleben. Zudem fehlt der Auslauf ins Grüne. Es werden vermehrt Hochleistungsrassen gezüchtet, mit klaren Zielen: schneller wachsen, mehr Eier, mehr Milch! Damit diese Leistung erbracht werden kann, haben die Tiere einen hohen Futtermittelbedarf. Dafür werden wertvolle Wälder in Ackerland umgewandelt, um Sojabohnen anzupflanzen, die zu Tierfutter verarbeitet und dann um die ganze Welt verschifft werden. Auch in die Schweiz. Aber nicht nur für den Futtermittelanbau werden Wälder gerodet – auch für die Rinderhaltung selbst: rund 65% des bereits abgeholzten Regenwalds in Brasilien dient jetzt als Weidefläche für Rinder.

Kein anderes Nahrungsmittel verbraucht so viele Ressourcen und produziert so viel Treibhausgas wie tierische Produkte. Im Vergleich zu Obst und Gemüse wird für die Produktion von Fleisch, Milch, Käse und Butter viel mehr Energie benötigt. Dadurch wird wiederum mehr CO2 freigesetzt. Die vermehrte Produktion von Kohlendioxid wird vorwiegend durch die Düngung von Agrarflächen und die Herstellung von mineralischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verursacht. Aber auch Tiere selbst verursachen Treibhausgase – eine einzelne Kuh zum Beispiel kann 300 Liter Methangas pro Tag produzieren.

Die Produktion und der Verzehr von tierischen Produkten verursacht also nicht nur immenses Tierleid, sondern zerstört auch unsere Umwelt. Es gilt also auch hier: Die Einhaltung von hohen Tierwohlstandards und die Reduktion des Konsums tierischer Produkte hilft den Tieren, dem Klima und der Umwelt.