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Was bedeutet tierfreundlich produziert?

Die Einhaltung von hohen Tierwohlstandards und die Reduktion des Konsums tierischer Produkte hilft den Tieren, dem Klima und der Umwelt.

Immer wenn du tierische Produkte einkaufst oder konsumierst ist es sehr wichtig darauf zu achten ob diese tierfreundlich produziert wurden. Bei Fleisch, Eiern, Milch, Joghurt usw. existieren verschiedene Bio-, Freiland-, oder Tierwohllabels, welche schon deutlich mehr Tierwohl garantieren. In der konventionellen Landwirtschaft leben die Tiere nämlich immer noch unter unzumutbaren Bedingungen, zum Beispiel dürfen sie oft niemals auf eine Weide sondern sind das ganze Leben in einem engen Stall eingesperrt!

Zudem können tierische Lebensmittel ganz oft durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden. Wenn es also in deiner Mensa zum Beispiel Fleisch im Angebot hat, und es nicht klar ob es aus tierfreundlicher oder tierfeindlicher Haltung stammt, wähle lieber das pflanzliche Gericht. Damit hilfst du den Tieren enorm! Und: Je weniger tierische Produkte du konsumierst, desto weniger Tiere werden dafür aufgezogen und gehalten. Eine Reduktion deines Fleisch,- Milch-, und Eikonsums hat nicht nur positive Auswirkungen auf deine Gesundheit, sondern auch auf die Tiere und das Klima.

Tierfreundliche Standards

Grundsätzlich will VIER PFOTEN, dass allen landwirtschaftlich genutzten Tiere folgendes zusteht:

  • Täglicher Auslauf 
  • Mehr Platz, um natürliche Bedürfnisse auszuleben
  • Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Keine Hochleistungsrassen bzw. keine Überzüchtung

Das wünschen wir uns für alle Tiere:

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Tierleid und Klimaerwärmung - wie passt das zusammen?

Die Produktion von tierischen Lebensmitteln verbraucht Unmengen an Ressourcen und verschmutzt Wasser und Atmosphäre. Insbesondere die grossen Treibhausgasemissionen der Tierindustrie und die Rodung riesiger Waldflächen für die Produktion von Futtermitteln sind massgeblich für den Klimawandel mitverantwortlich.

In der heutigen industrialisierten Landwirtschaft wird eine immer günstigere und effizientere Produktion angestrebt. Das Tierwohl bleibt dabei auf der Strecke. Die Tiere werden auf engstem Raum gehalten und haben kaum Platz, um natürliche Verhaltensweisen auszuleben. Zudem fehlt der Auslauf ins Grüne. Es werden vermehrt Hochleistungsrassen gezüchtet, mit klaren Zielen: schneller wachsen, mehr Eier, mehr Milch! Damit diese Leistung erbracht werden kann, haben die Tiere einen hohen Futtermittelbedarf. Dafür werden wertvolle Wälder in Ackerland umgewandelt, um Sojabohnen anzupflanzen, die zu Tierfutter verarbeitet und dann um die ganze Welt verschifft werden. Auch in die Schweiz. Aber nicht nur für den Futtermittelanbau werden Wälder gerodet – auch für die Rinderhaltung selbst: rund 65% des bereits abgeholzten Regenwalds in Brasilien dient jetzt als Weidefläche für Rinder.

Kein anderes Nahrungsmittel verbraucht so viele Ressourcen und produziert so viel Treibhausgas wie tierische Produkte. Im Vergleich zu Obst und Gemüse wird für die Produktion von Fleisch, Milch, Käse und Butter viel mehr Energie benötigt. Dadurch wird wiederum mehr CO2 freigesetzt. Die vermehrte Produktion von Kohlendioxid wird vorwiegend durch die Düngung von Agrarflächen und die Herstellung von mineralischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verursacht. Aber auch Tiere selbst verursachen Treibhausgase – eine einzelne Kuh zum Beispiel kann 300 Liter Methangas pro Tag produzieren.

Die Produktion und der Verzehr von tierischen Produkten verursacht also nicht nur immenses Tierleid, sondern zerstört auch unsere Umwelt. Es gilt also auch hier: Die Einhaltung von hohen Tierwohlstandards und die Reduktion des Konsums tierischer Produkte hilft den Tieren, dem Klima und der Umwelt.